Irish Folk

The Chieftains – Water from the Well

The Chieftains - Water from the Well

Im Blickpunkt: The Chieftains

Die heute als The Chieftains bekannten Musiker haben sich 1963 zusammengetan, um eine CD mit Namen The Chieftains aufzunehmen. In einer Zeit, als Bands wie Peter, Paul and Mary oder die Dubliners besonders durch ihren Gesang erfolgreich waren, versuchten es die Chieftains mit rein instrumentalen Stücken. Fünf Jahre später spielten sie ihr zweites Album (Chieftains 2) ein, aber erst mit dem dritten (Chieftains 3), das 1971 erschien, gelangten sie zu erster Anerkennung. Ihren endgültigen Durchbruch erzielten sie 1975 mit "Woman Of Ireland", das auch Teil der Filmmusik des oskarpreisgekrönten Barry London von Stanley Kubrik war (einer der Oskars ist für die Filmmusik vergeben worden).
Erst jetzt wurden The Chieftains Berufsmusiker. 1979 spielten sie vor über einer Million Zuschauer anläßch des Papstbesuches in Irland. Seitdem haben sie etliche Alben veröffentlicht, viele internationale Auftritte und Erfolge vorzuweisen, und unter anderem mehrere Grammys gewonnen.
In der zweiten Hälte der 90er Jahre versuchten sich die Chieftains mit Weltmusik und kehrten ab vom streng traditional Irish Folk. Mit dem Album "Water from the Well" sind sie im Jahr 2000 allerdings wieder zu ihren irischen Wurzeln zurückgekehrt.

Das Album: Water from the Well
Erscheinungsjahr: 2000
Bewertung: 10 von 10

Mit 17 traditionellen Irish Folk Stücken kehren The Chieftains zurück zu dem was sie groß gemacht hat: herausragend gut gemachte traditional Irish folk music. Die CD ist ein geglückter Streifzug durch das musikalische Irland, sowohl was die Auswahl an Stücken angeht, als auch die Gäste, die an den Titeln mitgewirkt haben.

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The Dubliners – Forty Years

The Dubliners - 40 Years

Im Blickpunkt: The Dubliners

2002 besingen die Dubliners 40 erfolgreiche Jahre, in denen sie zur Irish Folk Legende geworden sind. Die Band gab 1962 ihre ersten Auftritte in und um Dublin. Das war zu Anfangszeiten des Folkrevivals, das in den sechziger Jahren in Grossbritannien und Amerika stattfand, und an dem die Dubliners keinen geringen Anteil haben sollten. Die Bar O‘Donoghue‘s in Dublin gilt heute als “das Geburtshaus” der Dubliners. In der Gründungszeit bestand die Band aus Ronnie Drew (Gesang & Gitarre), Luke Kelly (Gesang & Banjo), Barney McKenna (Tenor-Banjo, Mandoline, Melodeon), Ciaran Bourke (Gesang, Gitarre, Tin-Whistle, Mundharmonika) und John Sheahan (ab 1964, Fiddle, Tin-Whistle, Mandoline, Konzertina, Gitarre).
Endgültig berühmt werden die Dubliners mit dem Titel “Seven Drunken Nights”, der am 17. März 1967 erscheint. Obwohl das Stück in Irland wegen Sittenwidrigkeit auf den Index gesetzt wird, werden innerhalb von nur zwei Tagen 40.000 Singles verkauft.
1970 haben die Dubliners die Ehre, mit ihrem Konzert in Amsterdam auch Fernsehgeschichte zu schreiben – die Ãœbertragung des Konzertes ist die erste Sendung im irischen Farbfernsehen. Im nächsten Jahr findet das erste Deutschlandkonzert in Berlin statt. Damals vor 8000 begeisterten Zuschauern.
Ciaran Bourke erleidet 1974 eine Hirnblutung und ist fortan halbseitig gelähmt, was natürlich das Aus für seine Musikerkarriere bedeutet. Gleichzeitig verläßt Ronnie Drew für fünf Jahre die Band, dafür kommt für diese Zeit Jim McCann.
Sean Cannon tritt 1982 endgültig der Band bei, nachdem er schon früher manchmal Luke Kelly vertreten hat. Dieser hat schwere gesundheitliche Probleme und stirbt 1984 an einem Gehirntumor.
Anläßlich des 25 jährigen Bandbestehens bringt das irische Fernsehen 1987 eine zweieinhalbstündige Sendung über die Dubliners, die im selben Jahr ein Doppelalbum (“25 Years Celebration”) herausbringen und als Vorgruppe von U2 vor 60000 Zuschauern in Dublin aufspielen. Seit diesem Jahr ist auch Eamonn Campbell Teil der Dubs.
Ronnie Drew verläßt 1995 endgültig die Band und wird später von Paddy Reilly ersetzt. 2002 kommt er dennoch anläßlich des 40jährigen Bandbestehens für eine Tournee zurück, auch Jim McCann gibt sich noch einmal die Ehre.

Das Album: 40 Years
Erscheinungsjahr: 2002
Bewertung: 9.5 von 10

Anläßlich des 40jährigen Bandbestehens bringen die Dubliners (mal wieder) ein Best-Of Album heraus. Das Besondere an diesem: Ronnie Drew (“Viva La Quinta Brigada”) und Jim McCann (“Carrickfergus”) treten als altbekannte Gäste auf. Die Auswahl der 20 Stücke ist durchaus gelungen, allerdings hätte ich mir anläßlich des 40jährigen wohl 40 Titel gewünscht ;-)

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Clannad – Greatest Hits

Clannad Greatest Hits

Im Blickpunkt: Clannad

Clannad (gesprochen: “Klenned”) stammen aus Donegal. Der Name kommt von dem gälischen “an clann as Dobhar”, was soviel bedeutet wie “Familie aus Dore”. Ursprünglich bestand Clannad nämlich aus Maire Brennan, ihren Brüdern Ciaran und Pol, ihren beiden Onkeln Padraig und Noel Duggan.
Seit der Bandgründung 1970 erlebten sie einen stetigen Aufschwung. 1973 erschien ihr erstes Album “Clannad”. Bis 1982 wirkte hin und wieder “Enya” bei Clannad mit, die jüngere Schwester der drei Brennans. Danach entschied sie sich für eine Solokarriere. Auch Maire Brennan nahm Soloalben auf, doch blieb sie Bestandteil von Clannad.
In ihren Liedern, die traditionelles Irish-Folk mit modernen, teils mystischen Elementen verbinden, singen Clannad sowohl in englisch als auch in gälisch.

Das Album: Greatest Hits
Erscheinungsjahr: 2000
Bewertung: 10 von 10
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Das Album enthält die erfolgreichsten Stücke aus den 80er Jahren. Theme From Harry’s Game – der eigentliche Auslöser für den Riesenerfolg der Band, fehlt ebensowenig wie Robin (The Hooded Man) oder In A Lifetime, Guest Vocals by Bono (U2).
Ein zweiseitiger Rückblick im Booklet rundet das Album ab.
Für alle Clannad-Fans empfehlenswert, für die Unglücklichen, die diese Band noch nicht kennen, ein Muss.

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